‚Wenn ich die Kamera bei mir trug, war mein Blick verändert…‘
(Dominique Antenen, makrokunst.ch)
Mich reizen jene Motive am meisten, welche aus einer halb-nahen-halb-fernen Distanz entstehen. Es ist absichtlich nicht immer klar, was sie darstellen.
Zum Teil sind sie sehr spontan entstanden. Das heisst, es musste auch mal bescheidenes Equipment genügen. Unter Umständen war das nur die Kamera des Smartphones.
Der Titel ‚Achtsamkeit‘ trügt vielleicht. Es meint nicht jene Achtsamkeit, die vor allem dem besseren Funktionieren dient. Es ist nicht jene Achtsamkeit, die dazu dient, das zu sehen, was andere wichtig finden, und gesehen haben wollen.
Es ist ein Blick, der umherschweift, und dann an etwas hängen bleibt, wenn andere bereits am Ärmel zupfen, weil sie weitergehen wollen. Es ist so etwas wie ein ‚Fensterplatz in der Schule‘, der sich verinnerlicht, und der einen ein Leben lang begleitet. Dieser Blick sucht nach Freiheit, und hat im Kern etwas Ungehorsames, und etwas, das einen in der Gegenwart hält.